Holz bringt eine unvergleichliche Wärme und Natürlichkeit in den Garten. Holz-Gartenstecker mit liebevollen Schnitzereien oder rustikalen Formen sind äußerst beliebt. Da Holz jedoch ein Naturmaterial ist, das auf Nässe und UV-Strahlung reagiert, ist die richtige Pflege entscheidend für eine lange Lebensdauer.
Warum muss Holz imprägniert werden?
Unbehandeltes Holz ist den Elementen schutzlos ausgeliefert. Regen und Feuchtigkeit dringen in die Poren ein, was langfristig zu Fäulnis oder Schimmelbildung führen kann. Gleichzeitig bleicht die UV-Strahlung der Sonne das Holz aus, sodass es mit der Zeit vergraut. Eine gute Imprägnierung wirkt wie ein Schutzschild.
Das richtige Pflegemittel finden
Viele nützliche Tipps rund um die fachgerechte Holzpflege im Außenbereich findest du auch beim NDR Ratgeber zum Holzschutz im Außenbereich.
Um deinen Holz-Gartenstecker zu schützen, hast du verschiedene Möglichkeiten:
- Holzöle (z.B. Leinöl, Teaköl): Öle dringen tief in das Holz ein, schützen es von innen heraus und feuern die natürliche Maserung an. Sie sind umweltfreundlich, müssen aber regelmäßig (oft jährlich) aufgefrischt werden.
- Holzlasuren: Lasuren bilden eine dünne Schutzschicht auf der Oberfläche. Dünnschichtlasuren blättern nicht ab und bieten oft einen zusätzlichen UV-Schutz durch Farbpigmente. Sie sind sehr beliebt für den Außenbereich.
- Bootslack oder Klarlack: Lacke versiegeln das Holz komplett. Das bietet zwar maximalen Schutz, aber wenn Risse entstehen und Feuchtigkeit eindringt, kann das Holz von innen faulen. Für Gartenstecker, die im Erdreich stecken, raten wir eher zu Ölen oder atmungsaktiven Lasuren.
Anleitung: Schritt für Schritt imprägnieren
Die Anwendung ist meist sehr einfach, sollte aber gewissenhaft durchgeführt werden:
- Vorbereitung: Das Holz muss sauber, trocken und staubfrei sein. Wenn der Stecker schon älter und vergraut ist, schleife ihn leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 120-180) an.
- Auftragen: Trage das Öl oder die Lasur mit einem Pinsel in Richtung der Holzmaserung auf. Achte besonders auf Hirnholzkanten (die Schnittkanten), da dort Feuchtigkeit am leichtesten eindringt.
- Trocknen lassen: Beachte die Herstellerangaben zur Trocknungszeit. Oft empfiehlt sich ein zweiter Anstrich nach einigen Stunden, um einen perfekten Schutz zu gewährleisten.
Der untere Teil: Der Erdspieß
Der Teil des Holzsteckers, der in der Erde steckt, ist ständiger Nässe ausgesetzt und verrottet am schnellsten. Unser Tipp: Streiche den unteren Teil (etwa bis 5 cm über der Erde) mit einer speziellen Holzschutz-Lasur auf Bitumenbasis ein oder, noch besser, nutze eine Bodenhülse aus Metall, in die der Holzstecker gesteckt wird. So hat das Holz keinen direkten Kontakt zur feuchten Erde.